Klimaschutz

Stromentwicklung Preise
Strompreisentwicklung in Deutschland

Klimaschutzkonzept der Gemeinde Langgöns

Auszug aus der Diplomarbeit von Herrn Martin Nossolik

Im Rahmen einer Diplomarbeit erstellte Herr Martin Nossolik im Jahre 2014 für die Gemeinde Langgöns, über die EAM in Kassel (alt e.on) und unter Beteiligung der Technischen Hoch-schule Mittelhessen, Handlungsoptionen zur Energieeinsparung für Privathaushalte und die Gemeindeverwaltung.

In den nächsten Wochen werden wir Teile der Diplomarbeit auszugsweise und in loser Folge veröffentlichen und Ihnen die Handlungsoptionen für Privathaushalte vorstellen.

Wir hoffen, dass diese Informationen für Sie nützlich sind und zu einer Reduzierung Ihres Energieverbrauches und damit Ihrer Energierechnung in EURO und Cent beitragen.

Heute wird auf die Strompreisentwicklung und stromsparende Elektrogeräte im Haushalt eingegangen. In den nachfolgenden Veröffentlichungen werden dann die einzelnen Gerätearten und deren Einsparmöglichkeiten genauer betrachtet.

 

1             Handlungsoptionen in privaten Haushalten

1.1          Strompreisentwicklung in Deutschland

Aufgrund steigender Strompreisentwicklung in Deutschland vom Jahr 1970 bis 2012 nehmen die Energieverbrauchskosten in privaten Haushalten erheblich zu. Der Abbildung 9-1 ist zu entnehmen, dass im Zeitraum von 1970 bis 2012 im Bereich Haushalte der Strompreis um 19 Cent/kWh gestiegen ist. Dies entspricht einem Zuwachs von 271%.

Um die Energieverbrauchskosten (Stromkosten) in privaten Haushalten zu reduzieren müssen energieeffiziente Elektrogeräte betrieben werden, so dass der Geldbeutel des Haushaltes geschont wird und ein Beitrag zum Klimaschutz gewährleistet werden kann.

Spezifischer Energieverbrauch

1.2          Effiziente Elektrogeräte

Laut Prognos 2007 „Energieszenarien für den Energiegipfel 2007“ stellen sich hohe Energieeinsparpotenziale im Bereich Elektrohaushaltsgeräte ein. Der spezifische Verbrauch aller Verbrauchssektoren im Jahr 2013 wurde zwischen den Jahren 2010 und 2015 der Prognosstudie linear gemittelt und der Abbildung 9-2 als Balkenform zu Grunde gelegt. Die Abbildung 9-2 stellt den jährlichen, spezifischen Endenergieverbrauch der Jahre 2005, 2013 und 2020 dar.


Abbildung 9 2                    Spezifische Verbrauchsentwicklung "Elektrohaushaltsgeräte"

Quelle:                               Prognos 2007 sowie Auswertung 2013 Martin Nossolik

Durch Aufsummierung der spezifischen Energieverbräuche von Technikkomponenten (siehe Abbildung 9-2) der jeweiligen Jahre kann eine Auswertung generiert werden, die eine Energieverbrauchsreduzierung im Sektor der „Elektrohaushaltsgeräte“ aufzeigt.

Energieverbrauch Haushaltsgeräte jährlich
Jährlicher Gesamtenergieverbrauch

Abbildung 9 3          Spezifisch jährlicher Gesamtendenergieverbrauch

Auswertung:            Martin Nossolik

Es ist zu beobachten, dass der Stromverbrauch sich durch den technischen Fortschritt im Bereich der Elektrohaushaltsgeräte über die Jahre senkt. Durch den Austausch von Technikkomponenten und unter der Beachtung diese mit best-Endgeräten zu ersetzen, reduziert sich im jeweiligen Jahr der Stromverbrauch und somit die Stromkosten. Jedoch können mögliche Einsparungen durch intensivere Gerätenutzung kompensiert werden. Um die Energieverbrauchreduzierung begründen zu können, werden exemplarisch Haushaltslampen, Waschmaschinen, Kühl- und Gefriergeräte und Wäschetrockner die ein hohes Energieeinsparpotenzial laut Abbildung 9-2 aufzeigen, in den folgenden Kapiteln (9.2.1-9.2.4) betrachtet.

Folgende Daten/Instrumente werden ab dem Kapitel 9.2.1 bis 9.3 verwendet:

Strompreis Basisjahr 2014: 0,27 €/kWhJährliche, prozentuale Steigerung des Strompreises: 1%Vermeidung CO2-Ausstoß je eingesparte kWh: 580 g/kWh

Die Einsparpotenziale werden erzielt, durch Austausch der Technikkomponenten zu Beginn des Jahres 2014. Es werden nur Stromkostenersparnisse betrachtet. Technische Funktionen, sowie Garantien werden nicht berücksichtigt.