Heimatmuseum Niederkleen

„Altes Rathaus“
Kirchstraße 5

35428 Langgöns-Niederkleen

Trägerschaft:
Heimat- und Geschichtsverein Niederkleen e. V.

Kontakt:
Hans-Joachim Röhrig
(Vorsitzender) 06447-6766

Doris Müller-Heinz (Museumsleiterin) 06447-7432

E-Mail: heimatmuseum@langgoens.de

 

Öffnungszeiten:
Nach Vereinbarung

(Individuelle Führungen wie auch für Klein- oder Schulgruppen mit thematischen Schwerpunkten)

Eintritt:  frei - Spenden sind natürlich gern gesehen

Das alte Rathaus von Niederkleen, in dem sich das Museum heute befindet, wurde 1701 als Amtshaus erbaut. Ab 1705 beherbergte man in dem Gebäude auch die Dorfschule. Nach einer wechselvollen Geschichte wurde am 6. Juni 1993 zuerst im oberen Stockwerkdie sogenannte “Heimatstube Niederkleen“ eingeweiht und dem Landfrauenverein und Frauenchor zur Betreuung übergeben. Im Erdgeschoß befand sich zu dieser Zeit noch die Verwaltungsstelle des Ortsteils Langgöns-Niederkleen und bot somit den Besuchern in diesen Jahren eine echte Begegnungsstätte zwischen Vergangenheit und Gegenwart.

Zur Heimatstube gehört auch das an das Rathaus angebaute ehemalige Spritzenhaus der „Freiwilligen Feuerwehr Niederkleen“. In ihm sind landwirtschaftliche Geräte für Hof- und Feldarbeiten aus dem 19. und 20. Jahrhundert ausgestellt.

Nach dem Umzug der Verwaltungsstelle in das neue Bürgerhaus (1998) wurden dann diese Räume frei und für die Erweiterung der Heimatstube genutzt. Mit der Eröffnung der Ausstellung „Zwischen Wasserburg und Aussiedlerhof“ am 27. Mai 2000 übergab man dann das gesamte historische Gebäude seiner alleinigen Bestimmung als Museum der dörflichen Geschichte des Ortes. Neben dieser Ausstellung, die von einer kleinen Gruppe Niederkleener Bürger zusammengestellt wurde und die 10 Ausstellungstafeln zu 7 Themen aus der dörflichen Geschichte umfasst, können die Besucher in diesen Räumen unter anderem auch einen Webstuhl aus dem Jahre 1784, sowie verschiedene Geräte zur Verarbeitung von Flachs und einige alte Spinnräder bewundern.

Die sogenannte “Große Stube“, die sich im ersten Stock befindet, ist u.a. bestückt mit einem gedeckten Tisch, dazu gehörigen Bänken, Schränken und einer großen Vitrine mit Puppen, die ein in der Hüttenberger Tracht gekleidetes Brautpaar zeigen. Eine Vitrine mit alten, wertvollen Bibeln, sowie eine Vitrine mit diversem Trachtenzubehör und niedliche Puppenstuben runden das Bild ab. Gleich nebenan passiert man eine alte, bäuerliche Schlafstube, die beheizt wurde mit einem alten Kanonenofen und gelangt von dort über eine Treppe ins oberste Stockwerk. Hier, unter dem Dachgiebel des alten Fachwerkhauses, erwartet den Besucher eine alte Sattler- und Schusterwerkstatt mit all ihren kleinen und größeren Werkzeugen. Ein altes Klassenzimmer zeugt von der Erziehung und dem Schulalltag damals. Die gesamte Nordseite ist eine begehbare Ausstellungsfläche, auf der Puppen die Trachten aus dem heimischen Raum wie auch die für das ehemalige Egerland typische Tracht unter der Dachschräge präsentieren. Viele Bilder und etliche kleine Ausstellungsstücke an den Wänden des gesamten Museums zeugen von der Liebe der Initiatoren zum Detail.

Jährliche Eröffnung

Jedes Frühjahr findet, – meist bei Kaffee, selbst gebackenem Kuchen und Waffeln – mit jeweils wechselndem Schwerpunktthema die jährliche Eröffnung des Museums statt. Außerdem werden für Schulen und Gruppen auch Führungen durch das Dorf mit seinen schönen Fachwerkhäusern aus dem 17. bis 19. Jahrhundert angeboten. Neuerdings hat man auch Gelegenheit, das alte Backhaus zu besuchen. Unter der Regie des “Heimat- und Geschichtsvereins Niederkleen“ öffnet es ab 2019 ebenfalls seine Pforten und bietet Besuchern die Gelegenheit, sich mit der traditionellen Technik vertraut zu machen, wie früher im Dorf Brot gebacken wurde.