Klimaschutz

Klimaschutzmanagerin
Susanne Müller
U8
06403 902051

Zuständigkeiten:

Klimaschutz

Zimmer: U8

Telefon: 06403 902058


Seit März 2020 ist die Gemeinde Langgöns Klima-Kommune und verfolgt damit das Ziel ihren kommunalen Energiebedarf zu mindern, die Energieeffizienz zu erhöhen, regenerative Energieträger verstärkt einzusetzen und Treibhausgasemissionen einzusparen. Mit der Unterzeichnung der Klima-Charta hat sich Langgöns verpflichtet, bis zum Jahr 2050 klimaneutral zu werden. Dieses Klimaschutzziel möchten wir gemeinsam mit den Bürgern umsetzen.

Klimaschutz - Eine kommunale Herausforderung

Langgöns gehört zu den Kommunen in Hessen, die schon seit einigen Jahren das Ziel verfolgen, ihren kommunalen Energiebedarf zu mindern, die Energieeffizienz zu erhöhen, regenerative Energieträger verstärkt einzusetzen und Treibhausgasemissionen einzusparen. Zur Unterstützung und Verfolgung dieser Ziele wurde nun die Stelle eines Klimaschutzmanagers geschaffen. Die Stelle wird für 3 Jahre von dem Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) mit 70% gefördert.

Ab dem 15. Oktober 2019 agiert Frau Susanne Müller als Klimaschutzmanagerin der Gemeinde Langgöns. Neben der Umsetzung von investiven Maßnahmen übernimmt die Klimaschutzmanagerin auch die Akquirierung von Fördergeldern für die entsprechenden Projekte und Maßnahmen. Außerdem ist sie für die Organisation von Veranstaltungen und Ausstellungen und für Schulungsangebote in Schulen/Kindergärten/Vereinen zuständig und bildet als Ansprechpartnerin in Sachen Klimaschutz die Schnittstelle zwischen Bürgern, Unternehmen und Verwaltung.

Sie steht für Fragen zur

  • Energieeffizienz
  • Einsatz regenerativer Energien
  • Fördermöglichkeiten
  • Energieberatung von Unternehmen
  • Schulungen für Kindergärten/Schulen/Vereinen
  • E-Mobilität
  • CO2-Fußabdruck
  • u.ä.

zur Verfügung.

Klimawandel

Das Klima ist nicht überall auf der Erde gleich. Dies liegt daran, dass bestimmte Faktoren wie die geographische Breite, die Lage zum Meer, die Höhenlage/Lage zu Gebirgen (Relief) und die  Bodenbedeckung nicht überall gleich ausgeprägt sind. Zudem gibt es Kreisläufe, die das Klima mitbestimmen, darunter die allgemeine Zirkulation der Atmosphäre, Meeresströmungen und der Wasserkreislauf insgesamt.

Wir Menschen beeinflussen ebenfalls unser Klima, indem wir CO2 und andere Treibhausgase wie Methan oder Lachgas produzieren, Wälder/Urwälder abholzen und Flächen bebauen und versiegeln. Bohrungen im antarktischen Eis zeigen, dass sich seit der Industrialisierung der Ausstoß von Treibhausgasen vervielfacht hat. Mit starken Auswirkungen:

Laut Weltorganisation für Meteorologie (WMO) haben die 20 wärmsten je gemessenen Jahre in den vergangenen 22 Jahren gelegen. Die Jahre 2015 bis 2018 waren die vier wärmsten seit Beginn der Aufzeichnungen im 19. Jahrhundert.

Dem Planeten Erde droht eine „Heißzeit“, wenn die Erwärmung über die Schwelle von zwei Grad ansteigt. Der Grund: Dann können Kippelemente des Klimas ausgelöst werden, die den Temperaturanstieg zusätzlich stark beschleunigen. Drei Beispiele: Die Permafrostböden in Sibirien, Alaska und Nordkanada drohen weiträumig aufzutauen, was große Mengen der Treibhausgase CO2 und Methan freisetzen würde. Der Amazonas-Regenwald kann austrocknen, in dem bisher große Mengen Kohlenstoff gespeichert sind. Die Eisbedeckung der Arktis geht drastisch zurück, was die Strahlungsbilanz der Erde weiter Richtung Erwärmung verschiebt. Es droht, wenn dadurch ein galoppierender Treibhauseffekt ausgelöst würde, ein Plus von vier bis fünf Grad.

Inzwischen ist erforscht, dass es wichtig ist, 1,5 Grad Erderwärmung nicht zu überschreiten, damit die Kippelemente beherrschbar bleiben. Viel Zeit, das zu erreichen, bleibt nicht mehr, denn die Erde erwärmt sich um fast 0,2 Grad pro Jahrzehnt.

Konzepte Klimaschutz

Mit dem Masterplan 100% Klimaschutz Landkreis Gießen wurde der Grundstein für die  strategische Entscheidungsgrundlage und Planungshilfe für zukünftige Klimaschutzanstrengungen innerhalb des Landkreises Gießen, so auch in der Gemeinde Langgöns, gesetzt.

www.klimaschutz-lkgi.de/ecm-politik/lkgi/de/home/file/fileId/99/name/Masterplan_100%25_Klimaschutz

Er verdeutlicht kommunalen und auch anderen Entscheidungsträgern, welche technischen und wirtschaftlichen CO₂-Minderungspotenziale bestehen und welche Maßnahmen zur Verfügung stehen, um kurz-, mittel- und langfristig CO₂-Emissionen einzusparen und den Energieverbrauch zu senken.