Heimatmuseum Niederkleen
Das alte Rathaus in Niederkleen wurde 1701 als Amtshaus erbaut. 1705 wurde auch die Dorfschule untergebracht. Nach einer wechselvollen Geschichte wurde am 6. Juni 1993 zuerst im oberen Stockwerk die Heimatstube Niederkleen eingeweiht und dem Landfrauenverein und Frauenchor zur Betreuung übergeben. Im Erdgeschoss befand sich zu dieser Zeit noch die Verwaltungsstelle Niederkleen. Klein aber fein, stellt sich die Begegnungsstätte zwischen Vergangenheit und Gegenwart dar.
Zur Heimatstube gehört auch das an das Rathaus angebaute ehemalige Spritzenhaus der Freiwilligen Feuerwehr Niederkleen. In diesem sind landwirtschaftliche Geräte für Hof und Feldarbeiten aus dem 19. und 20. Jahrhundert ausgestellt.
Nach dem Umzug der Verwaltungsstelle in das neue Bürgerhaus, im November 1988, wurden nun auch diese Räume frei und konnten zur Erweiterung der Heimatstube genutzt werden. Am 27. Mai 2000 wurde mit der Eröffnung der Ausstellung zwischen Wasserburg und Aussiedlerhof das gesamte historische Gebäude seiner jetzigen Bestimmung übergeben. Seit 8. Januar 2002 hat der Heimat und Geschichtsverein e. V. diese Aufgaben übernommen. In den Räumen befinden sich neben der gesamten Ausstellung, noch die 10 Ausstellungstafeln zu 7 Themen aus der Geschichte von Niederkleen.
Außerdem steht dort ein Webstuhl aus dem Jahr 1784 und verschiedene Geräte zur Verarbeitung von Flachs. Puppenstuben, sowie eine Vitrine mit diversem Trachtenzubehör und eine Puppe in Egerländer Tracht runden das Bild ab. Im Treppenhaus steht eine Vitrine mit Handwerkszeug von Schuster und Sattler.
Die Küche im OG ist im Stil der 20 ziger Jahre eingerichtet. Die große Stube ist u.a. bestückt mit einem gedeckten Tisch und dazugehörigen Bänken, einem großen Bett, einer großen Vitrine mit alten, wertvollen Bibeln, einem Glasschrank und einem Kleiderschrank. Zahlreiche Bilder und viele kleine Ausstellungsstücke, die auch im Vorraum ausgestellt sind, zeugen von der Liebe der Initiatoren zum Detail.
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